Riehener Serenaden

Barbara Doll - Violine und Viola

„Ihr Spiel ist von brillanter schöpferischer Souveränität und suggestiver Kraft“

Sofia Gubaidulina über die Geigerin Barbara Doll, gebürtig aus München und seit 2014 Professorin für Violine an der Hochschule für Musik Basel, nachdem sie seit 2004 eine Professur an der Hochschule der Künste Bern innehatte.

Barbara Doll ist eine vielseitige Musikerin, die als Kammermusikerin wie als Solistin international auftritt. Ihre Lehrer waren Ana Chumachenco, Thomas Zehetmair, Thomas Brandis und David Takeno, wichtige Einflüsse waren auch Meisterkurse bei Sandor Végh und György Sebök. Sie konzertierte in Sälen wie der Wigmore Hall und dem Barbican, London, dem Kammermusikaal der Philharmonie in Berlin und dem Auditorio Nacional in Madrid. Als Solistin trat sie u.a. mit dem English Chamber Orchestra und dem European Union Chamber Orchestra . Als Preisträgerin des Internationalen Schubertwettbewerbs Graz und des Kuhmo International Duo Competition, Finnland, hat sie CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen gemacht und ist Gast auf zahlreichen Kammermusikfestivals, gleichermaßen gefragt als Geigerin und Bratscherin. Seit 2014 ist sie Mitglied im ARIA Quartett.

Barbara Doll war Gastkonzertmeisterin u.a. des English Chamber Orchestra, des Stuttgarter, Zürcher und Münchner Kammerorchesters und des Kammerorchester Basel. Größtenteils leitete sie diese Kammerorchester auch ohne Dirigent. Jahrlang spielte sie im Chamber Orchestra of Europe, oft unter Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt. Barbara Doll gibt international Meisterkurse, als Jurorin wird sie zu nationalen wie internationalen Wettbewerben eingeladen. Mit ihrer Familie lebt Barbara Doll in Riehen.

Danjulo Ishizaka - Violoncello

Seit dem Gewinn des ARD Wettbewerbs und des Grand Prix Emanuel Feuermanns zählt Danjulo Ishizaka weltweit zu den herausragenden Cellisten seiner Generation. Seine unverkennbare Klangfarbe und wahrhaftige musikalische Tonsprache zeugen von höchster Individualität und persönlichem Ausdrucksvermögen. Er „ist eine veritable Musikerpersönlichkeit, phänomenal in seinem technischen Potenzial“ (Süddeutsche Zeitung), „überwältigend, bravourös und ausdrucksstark“ (FAZ), er „singt auf dem Cello, jede melodische Schwingung eine seelische Regung, zutiefst musikalisch und zutiefst menschlich“ (Süddeutsche Zeitung), so „wird sein Auftritt Höhepunkt des Abends“ (Tagesspiegel Berlin), mitreißend und hoch poetisch.” (Guardian)

Danjulo, in Bonn in eine deutsch-japanische Familie geboren, begann bereits mit 4 Jahren das Cellospiel. Er studierte in Berlin bei Boris Pergamenschikow und Tabea Zimmermann. Weitere Prägung erfuhr er außerdem durch Bernhard Greenhouse, György Kurtág, Menahem Pressler und das Amadeus-Quartett.

Bereits in jungen Jahren hat Danjulo durch den Gewinn zahlreicher internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam gemacht. Besonders hervorzuheben ist der Gewinn des 1. Preises beim renommierten internationalen ARD Wettbewerb in München aber auch bereits zuvor gewann er 1. Preise wichtiger internationaler Wettbewerbe unter denen besonders der internationale Gaspar Cassado Wettbewerb und der internationale Lutoslawski Wettbewerb hervorzuheben sind. Sein letzter Wettbewerb an dem er aktiv teilnahm und den er ebenfalls als 1. Preisträger gewann war der Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin, welcher unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim erstmalig zum 100. Geburtstag des legendären Cellisten ausgetragen wurde.

Erste Konzerte führten den Cellisten bereits im Alter von 17 Jahren in die Berliner Philharmonie. 2003 debütierte er schließlich im Musikverein in Wien, 2004 in der Suntory Hall in Tokio, 2006 in der Carnegie Hall in New York, 2008 in der Royal Albert Hall in London und 2010 in der Londoner Royal Festival Hall.

Mstislav Rostropovich hat Danjulo in seinem letzten Lebensabschnitt gefördert, indem er ihn wiederholt für Konzerte unter seiner Leitung einlud und ihn in persönlichen Konsultationen mit Unterricht geprägt hat – Danjulo zählt wohl zu den letzten, die Unterricht von ihm direkt erhielten. Danjulo ́s Spiel schätzte er überaus und beschrieb es

mit den Worten: „phänomenal in seinem technischen Können, vollendet in seiner musikalischen Gestaltungskraft“. Leider konnte die bereits für 2007 geplante Europa Tournee unter der Leitung von Rostropovich zu dessen 80. Geburtstag nicht mehr stattfinden, da sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte und er kurz daraufhin verstarb.

In den Jahren 2007-2008 wurde Danjulo für das „New Generation Artists scheme“ von BBC Radio 3 ausgewählt, was zahlreiche Rundfunkproduktionen solo, mit Klavier, mit den fünf BBC Sinfonieorchestern sowie ein Debüt Recital in der Wigmore Hall London beinhaltete sowie bei den BBC Proms, dem größten Festival für klassische Musik in London.

Ende 2012 wurde er mit dem „Hideo Saito Memorial Fund Award“ ausgezeichnet, einem der bedeutendsten Musikpreise Japans, verliehen durch die Sony Music Foundation in Tokyo.

Ebenso seine CD-Einspielungen erhielten begehrte Auszeichnungen wie den „Echo Klassik“ Preis 2006 für seine Debüt-CD und den Gramophone Award 2014 für die „Kammermusikeinspielung des Jahres“ zusammen mit dem Pavel Haas Quartett.

Danjulo konzertiert regelmäßig in Europa, den USA, China, Russland und Japan und tritt mit Künstlern wie Gidon Kremer, Lisa Batiashvili, Tabea Zimmermann, Julia Fischer, Veronika Eberle, Ray Chen, Martin Helmchen, Nils Mönkemeyer, Vadim Repin und Viviane Hagner auf. Danjulo arbeitet mit renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra, dem NHK und dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Royal und dem London Philharmonic Orchestra, der Opéra National de Paris, der Academy of St. Martin in the Fields und den Wiener Symphonikern unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, John Axelrod, Sir Andrew Davis, Christoph Eschenbach, Lawrence Foster, Michail und Vladimir Jurowski, Sir Roger Norrington, Michael Sanderling, Mstislaw Rostropovich und Leonard Slatkin zusammen.

Danjulo ist auch gern gesehener Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Kronberg Cello Festival, Schleswig Holstein und Rheingau Musik Festival, Jerusalem Chamber Music Festival, Kissinger Sommer, dem Kammermusikfest Lockenhaus, den BBC Proms, dem Verbier Festival, dem HongKong Arts Festival und den Osterfestspielen Salzburg.

Danjulo ist Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik Basel  FHNW und an der Universität der Künste Berlin.

Danjulo spielt das Stradivari Cello „Feuermann“ (1730) der Nippon Music Foundation, früher gespielt von dem legendären Cellisten Emanuel Feuermann. Außerdem wird ihm von der Kronberg Academy das von Wolfgang Schnabl erbaute Cello, zuvor gespielt von Boris Pergamenschikow, zur Verfügung gestellt.

 

Claudio Martínez Mehner - Klavier

Claudio Martínez Mehner wurde 1970 geboren und studierte schon früh am Königlichen Konservatorium in Madrid bei Amparo Fuster, Pedro Lerma und Joaquín Soriano. Anschliessend führte er sein Studium am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau und an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid bei Prof. Dmitri Bashkirov fort. Später studierte er an der Hochschule für Musik Freiburg bei Vitalij Margulis, an der Fondazione per il Pianoforte in Como (Italien) und am Peabody Conservatory in Baltimore (USA) bei Leon Fleisher. Ausserdem erhielt er mehrere Jahre lang Unterricht bei Prof. Ferenc Rados.

Claudio Martínez Mehner wurde zweifach mit dem 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Nürnberg/Erlangen ausgezeichnet. 1990 wurde er Finalist beim internationalen Klavierwettbewerb „Paloma O’Shea“ in Santander und einige Jahre später erhielt er erste Preise bei den internationalen Klavierwettbewerben „Pilar Bayona“ in Zaragoza, „Fondation Chimay“ in Belgien und „Dino Ciani“ in Mailand.

Als Solist trat er in ganz Europa, in den USA, in Kanada, Russland, Mittelamerika, Japan und Korea auf, unter anderen mit den Münchner Philharmonikern, der Moskauer Philharmonie, der Filarmonica della Scala, dem Scottish Chamber Orchestra, den Prager Philharmonikern, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks, der Philharmonia Hungarica und den meisten spanischen Orchestern.

Zurzeit ist Claudio Martínez Mehner Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Basel  FHNW und an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Winfried Rademacher - Violine und Viola

Winfried Rademacher ist mit seinem " Linos Ensemble" ECHO KLASSIK Preisträger des Jahres 2017. Diese Auszeichung würdigt eine unvergleichliche Karriere dieses Ausnahmeensembles, die sich sowohl auf internationaler Bühne wie auch im Tonstudio einen exzellenten Ruf erworben haben, für ein stilistisch grenzenloses gemischtes Kammermusikrepertoire mit Streichern, Bläsern und Klavier.

Winfried Rademacher studierte bei Josef Suk (Wien), Sàndor Végh (Salzburg), auf Kursen bei Nathan Milstein (Zürich) und bei Mitgliedern des Amadeus Quartetts (K ln). Nach zahlreichen Auszeichnungen u.a. beim "Deutschen Musikwettbewerb" und bei der BBC in London nimmt er in vielf ltiger Weise am internationalen Musikleben teil.

In renommierten Orchestern wie dem NDR Hamburg unter Günter Wand, den Münchener Philharmonikern unter S. Celibidache, dem Chamber Orchestra of Europe unter Claudio Abaddo, dem SWR Stuttgart unter Sir Roger Norrington und dem Tonhalle Orchester unter David Zinman bekleidete er Konzertmeisterpositionen.
Norrington holte ihn 1998 als Konzertmeister an die Camerata Salzburg. Dort vertraute man ihm auch die Leitung des Orchesters vom Pult aus an, was ihn mit Solisten wie Joshua Bell, Murray Perahia und Christian Tetzlaff zusammenbrachte. Seit 2001 setzte er diese Arbeit beim renommierten Zürcher Kammerorchester fort.

Seit seiner frühen Mitgliedschaft im Cherubini Quartett ist er neben dem Linos Ensemble als gefragter Kammermusikpartner auf internationalen Podien und Musikfestivals unterwegs, so bei den Berliner Festwochen, Lockenhaus, Schleswig-Holstein Musikfestival, Gstaad und Shanghai Festival, wo er mit Stars wie Elisabeth Leonskaja, Istvan Vardai, Radu Lupu und Sabine Mayer konzertiert. Steven Isserlis hat ihn zum wiederholten Male zu seinen “open chamber music“ Wochen nach Prussia Cove, England, eingeladen. Seit 2004 spielt er mit dem Razumovsky Ensemble London, mit dem er erfolgreich in der wigmore hall in London debutierte. Komponisten wie Isang Yun, Jean Francaix und Wolfgang Rihm komponierten für seine Ensembles, deren Ruf durch zahlreiche preisgekrönte CDs (capriccio, EMI, Naxos)  und Rundfunkaufnahmen dokumentiert wird.

Besondere Beachtung fand eine „World-Premiere-Recording“ des Violinkonzertes von Alban Berg in einer Fassung für Solovioline und Kammerensemble sowie eine Version des Violinkonzertes von Max Reger in der Fassung von Rudolf Kolisch, die zusammen mit dem Linos Ensemble entstand.

1986 nahm er eine Professur für Violine und Viola an der Musikhochschule in Lübeck an, 1993 folgte er einem Ruf an die Musikhochschule Trossingen. Seit 2006 ist er zudem Dozent an der Razumovsky Accademy, London, am Barrattt Due Institut in Oslo und an der Musikakademie in Basel. Gastprofessuren verbinden ihn zudem mit den Konservatorien in Shanghai und Peking.
Winfried Rademacher spielt auf einer Nicolo Gagliano Geige von 1733.

Pascal Deuber, Horn

Sinfonieorchester Wuppertal (Spielzeit 2014/15). 2015 wechselte er zum Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, zunächst als stellvertretender Solohornist, ab der Saison 2017/18 als Solohornist. 2019 wechselte er als Solohornist zum Bayerischen Staatsorchester an der Bayerischen Staatsoper, wo er bis 2024 tätig war. In der Saison 2024/25 übernimmt er dieselbe Position im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, bevor er im Sommer 2025 zum Tonhalle-Orchester Zürich wechselt.

Als mehrfach ausgezeichneter Wettbewerbsgewinner sorgte Pascal Deuber früh für Aufsehen. Er errang unter anderem den 1. Preis beim Internationalen Lionsclub Musikwettbewerb 2014 in Birmingham sowie beim Internationalen ARD-Wettbewerb 2021, wo er zusätzlich den Publikumspreis gewann. Beim Aeolus-Wettbewerb in Düsseldorf wurde ihm der Preis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes verliehen.

Als Solist konzertierte er mit namhaften Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Kammerorchester, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem MDR-Sinfonieorchester und dem Zürcher Kammerorchester. Darüber hinaus gastierte er bei renommierten Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern, dem Bayreuther Festspielorchester und dem London Symphony Orchestra. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker widmet sich Pascal Deuber intensiv der Kammermusik. Er ist festes Mitglied des franz ensemble und engagiert sich in vielseitigen kammermusikalischen Projekten.

Benedek Horváth, Klavier

Der schweizerisch-ungarische Pianist Benedek Horváth lebt in Basel. Seine Interpretationen zeichnen sich durch Ausdruckskraft, Klarheit und ein breit gefächertes Repertoire aus. Konzertreisen führten ihn in mehr als zwanzig Länder, darunter auf eine Tournee durch China mit Auftritten in.  Peking und Shanghai. 2017 debütierte er in der New Yorker Merkin Hall mit Liszts 2. Klavierkonzert. Darüber hinaus war er beim Gstaad Menuhin Festival und beim Lucerne Festival zu Gast.

In seinen jüngsten künstlerischen Arbeiten erweitert Horváth die klassische Form des Klavierabends. 2025 stellte er Bachs Goldberg-Variationen in den Mittelpunkt eines interdisziplinären Projekts mit dem Titel Die goldenen Berge. Für dieses Konzert-Film-Projekt konzipierte, filmte und inszenierte er eine visuelle Arbeit, die parallel zur Live-Interpretation projiziert wird. Die Bilder illustrieren die Musik nicht, sondern treten mit ihr in einen wechselnden Dialog und eröffnen einen neuen Raum um Bachs Partitur.

Im September 2026 kehrte er in den historischen Reitstadel in Neumarkt zurück, um für das französische Label Artalinna sein kommendes Album Bagatelles aufzunehmen. Das Programm verbindet die Miniaturwelten von Beethoven, Bartók, Sibelius und Tcherepnin. Während der monatelangen Vorbereitung entstanden nach und nach drei eigene Bagatellen, die schließlich ihren Platz in der Aufnahme fanden.

Als Solist trat Benedek Horváth unter anderem mit dem Sinfonieorchester Basel, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Musikkollegium Winterthur und dem Montenegro Symphony Orchestra auf. Einen ebenso wichtigen Platz nimmt die Kammermusik ein. Mehr als acht Jahre lang war er Mitglied des Trio Eclipse, das beim Osaka International Chamber Music Competition und beim.  Wettbewerb des Migros-Kulturprozents ausgezeichnet wurde. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören außerdem Dmitry Smirnov, das Casals Quartett und Zakhar Bron.

Zu seinen Auszeichnungen zählen der erste Preis beim Kiefer-Hablitzel-Wettbewerb und der Rahn Musikpreis. Darüber hinaus war er Finalist beim Concours Clara Haskil und beim Paloma O’Shea International Piano Competition; in Ungarn wurde er mit dem Junior Prima Preis ausgezeichnet. Seine Diskografie umfasst Alben mit Werken von Janáček, Bartók und Kurtág bei Artalinna Records, Bachs Goldberg-Variationen bei IAN Records sowie Klavierwerke von Liszt mit dem Sinfonieorchester Basel bei Prospero Classical. Im April 2025 veröffentlichte Hungaroton sein Soloalbum mit Werken von Ravel, Skrjabin und Rachmaninow.

Horváth lebt seit mehr als zehn Jahren in der Schweiz. Er studierte an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und anschließend an der Musik-Akademie Basel bei Claudio Martínez Mehner. Seit 2021 ist er als Assistenzprofessor in dessen Klasse an der Hochschule für Musik Basel tätig. Während seiner Ausbildung und künstlerischen Entwicklung arbeitete er zudem mit bedeutenden Künstlern wie András Schiff, Dimitri Bashkirov, Menahem, Pressler, Ferenc Rados und Zoltán Kocsis.

Nora Chastain, Viola

Die in Kalifornien geborene Geigerin – Enkelin des Komponisten Roy Harris – studierte bei Dorothy DeLay am Cincinnati Conservatory und an der Juilliard School in New York. Danach setzte sie ihr künstlerische Ausbildung fort in Europa bei Yehudi Menuhin, Sandor Vegh, Alberto Lysy und Ana Chumachenko. Seit ihrem Solo-Debüt mit Barbers Violinkonzert, das sie als 16-jährige in Berlin gab, ist sie auf den renommierten Konzertbühnen im In- und Ausland zu Gast.

Als Solistin war Nora Chastain Gast beim Orchestern wie dem Orchestre de Paris, dem Berner Sinfonieorchester, der San Francisco Symphony, Cincinnati Philharmonic, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Basel Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Orquestra Nacional do Porto, dem Orquestra Sinfonica Nacional de Peru, dem Helsingborg Symphony Orchestra sowie dem MDR Sinfonieorchester Leipzig und dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Zu den Dirigenten, mit denen sie zusammenarbeitete, zählen Yehudi Menuhin, José Serebrier, David Stern, Peter Leonhard, Marc Tardue, Michael Sanderling und Sebastian Weigle.

Konzerte als Gründungsmitglied des Menuhin Festival Piano Quartet, des Trio Kreisleriana und mit ihrem Duo-Partner Friedemann Rieger führten sie zu wichtigen Musik Festivals und die Musikmetropolen Europas sowie nach New York, Washington D.C., Sydney und Los Angeles, Shanghai und Lima. Sie spielte die europäische Erstaufführung des Violinkonzerts ihres Großvaters Roy Harris (1898-1979). Mehrere Komponisten – darunter Daniel Schnyder mit seinem Violinkonzert, Gerhard Samuel (1924-2008), Susanne Erding und Georg Wörzer – schrieben Werke für sie.

Ihre zahlreichen Einspielungen umfassen Sonaten von Mozart, Debussy und Fauré, alle Beethoven-Sonaten, Kammermusikwerke für Trio und Quartette sowie das Violinkonzert von Beethoven und Bartoks 2. Violinkonzert (ARS Produktion), sowie das Tripelkonzert von Alfred Casella (Koch-Schwann). Die CD „Fiesta Criolla” (Chandos) mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Gabriel Castagna und Nora Chastain als Solistin wurde für den Latin Grammy Award 2012 in der Kategorie „Best Classical Album” nominiert.

Nora Chastain ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, u. a. des „Internationalen Menuhin Wettbewerb” in Paris. 1993 wurde ihr in Zürich der „Förderpreis der Europäischen Wirtschaft” als Solistin verliehen. Sie ist Professorin für Violine an der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) und war bis 2020 auch an der Zürcher Hochschule der Künste. Bis 2004 hatte sie eine Professur an der Musikhochschule Lübeck inne.

Unter ihren Studenten befinden sich Gewinner internationaler Wettbewerbe, Konzertmeister und Mitglieder europäischer Orchester, Mitglieder renommierter Kammermusikensembles und Professoren an Musikhochschulen. Nora Chastain gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa und Amerika und ist bei internationalen Violin-Wettbewerben als Jurorin tätig. In ihrem Unterricht vereinen sich die europäische und amerikanische Tradition des Violinspiels der letzten 50 Jahre.

Rafael Rosenfeld, Violoncello

Rafael Rosenfeld ist in einer Musikerfamilie in Luzern aufgewachsen und absolvierte sein Studium bei Walter Grimmer in Zürich und bei Professor David Geringas in Lübeck. Mit dem Gewinn des ersten Preises am Internationalen Musikwettbewerb in Genf im Jahr 2000 wurde Rafael Rosenfeld in die obere Etage von Europas musikalischer Elite geholt.

Bereits mit 22 Jahren wurde Rafael Rosenfeld Solocellist im Tonhalle-Orchester Zürich, mittlerweile hält er ein halbes Pensum dieser Stelle inne, und teilt seine Zeit zwischen solistischen, kammermusikalischen und orchestralen Aufgaben.

Als Mitglied des Merel Quartets konzertiert er regelmässig in renommierten Konzertsälen wie die Wigmore Hall in London und der Tonhalle Zürich; daneben ist das Quartett zu Gast bei den wichtigsten internationalen Festivals. Seit 2005 ist er Professor für Cello an der Musikhochschule Basel FHNW.

Rafael Rosenfeld spielt auf einem Cello von Giovanni-Battista Guadagnini, Mailand 1752.

Prof. Dr. Natasha Loges, Moderation

Professorin für Musikwissenschaften in Freiburg/ Brsg., nach langjähriger Unterrichtstätigkeit am Royal College of Music London. Zahlreiche Radiosendungen und  Veröffentlichungen , u.a. zu Brahms, Pauline Viardot und Genderforschung, gefragte Musikvermittlerin an Häusern wie der Wigmore Hall London und zahlreichen internationalen Festivals.

Francis Gouton, Violoncello

Der französische Cellist Francis Gouton hat als Solist und Kammermusiker in den wichtigsten Musikzentren Europas, Asiens, Nord- und Süd-Amerikas und Australiens konzertiert, darunter im Kennedy center in Washington, in New York und Los Angeles, in der Queen Elisabeth- und Wigmore Hall in London, der Symphony Hall von Osaka, im Sydney opera house, in der Alten Oper Frankfurt, im Teatro Colon in Buenos Aires, bei den Festpielen in Gstaad, Ludwigsburg, Lyon (musicades), oder Saint-Barthélémy auf den französischen Antillen mit u.a. Thomas Brandis, Jean-Jacques Kantorow, Josef Silverstein, Ana Chumachenco, Nelson Goerner, Emmanuel Pahud, Bruno Pasquier, Jean-Claude Pennetieroder das Jerusalem Quartett.

Als Solist ist er u.a. mit dem Staatsorchester Stuttgart, der Camerata Europeana, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Württembergisches Kammerochester Heilbronn, dem Realfilharmonia de Galicia (Spanien), dem orquesta sinfonica de Maracaibo (Venezuela), dem National Orchester in Izmir, dem sizilianischen Sinfonie Orchester in Palermo (Italien) und in Japan mit dem Kanagawa philharmonic Yokohama und dem Gunma- und dem Tokyo metroplitan- symphony orchestra aufgetreten.

Als vielseitiger Musiker spielt er sowohl die 6 Suiten von J.S.Bach als auch das zeitgenössische Werk, wie u.a Konzerte für Cello und Orchester von Josef Tàl, Isang Yun und Philipp Glass und hat für diverse CD- und Rundfukproduktionen zahlreiche vergessene Meisterwerke des französischen Repertoires aufgenommen (u.a. Sonaten von Widor, Vierne, Pierné, Emmanuel und Bréville).

Mit dem Staatsorchester Stuttgart unter der Leitung von James Tuggle und Sylvain Cambreling hat er 2014 und 2015 die für ihn komponierte Werke "concertpiece for Cello and orchestra" von Milko Lazar und das 2. Cellokonzert von Xaver Paul Thoma uraufgeführt.

Gelegentlich tritt er auch an der Seite des Saxophonisten Daniel Schnyder, des Schlagzeugers Jason Marsalis oder in Claude Bollings Jazztrio auf. In jahrelanger enger Zusammenarbeit mit Helmuth Rilling erforschte er als Solocellist des Bach-Collegiums die Welt der Bach-Interpretation.

Francis Gouton war viele Jahren Professor an die Musikhochschule in Trossingen, und wurde 2020 an die Staatliche Hochschule für Musik in Mannheim berufen. Er gibt Meisterkurse in ganz Europa, Nord- und Süd-Amerika sowie in Japan und China. Er ist Gast Professor der Jimei Universität Xiamen, der Tong-Ji-Universität Shanghai, der Tainan National University of the arts in Taiwan. Sein großes Anliegen ist die Weitervermittlung der Lehre seiner Professoren Maria Kliegel, Janos Starker und Pierre Fournier. Mehrmals für das Projekt "el sistema" in verschiedenen Städten Venezuelas eingeladen, ging er Januar 2011 nach Port-au-Prince, Haiti, um in einer vom 2010 Erdbeben verwüsteten Schule zu unterrichten.

Mar Gimferrer, Violoncello

Mar Gimferrer, geboren 2002 in Girona, Spanien, begann im Alter von sieben Jahren mit dem Cellospiel. Sie studierte bei Joan Antoni Pich in Barcelona und bei Beatriz Blanco in Feldkirch. Von 2022 bis 2026 studierte sie bei Prof. Thomas Grossenbacher an der Zürcher Hochschule der Künste und seit September 2026 setzt sie ihr Studium bei Prof. Rafael Rosenfeld an der Musik-Akademie Basel fort. Darüber hinaus nahm sie an Meisterkursen bei renommierten Cellisten wie Jens Peter Maintz, Wolfgang Emanuel Schmidt, Gary Hoffman, Jean-Guihen Queyras, Peter Bruns, Ralph Kirshbaum oder Kian Soltani teil. Außerdem nahm sie an renommierten Akademien wie der Villars Music Academy, der International Music Academy in Liechtenstein, dem IMS Prussia Cove, der Geneva String Academy und der Saline Royale Academy teil und trat bei Festivals wie dem Festival Pau Casals, dem Internationalen Mendelssohn-Festival in Hamburg, dem Festival Clásico Ribeira Sacra oder dem Festival Podium Matadepera in Spanien auf.

Sie wurde mit dem 3. Preis beim Internationalen Popper-Wettbewerb in Ungarn, dem 1. Preis beim Internationalen Pjetër-Gaci-Wettbewerb, dem Galimusic-Preis und dem 1. Preis beim BBVA Musik Talentwettbewerb in Spanien ausgezeichnet. Zudem ist sie Stipendiatin des Rahn-Kulturfonds und von Villa Musica.

Als Solistin trat sie in ganz Österreich, der Schweiz, Deutschland und Spanien auf, unter anderem im Angelika-Kauffmann-Saal, Bregenz Festpielhaus und in der Tonhalle St. Gallen.

Die Presse würdigte sie als Ausbund an Musikalität, Risikofreudigkeit und erstaunlicher Reife und beschrieb ihre Interpretation zudem als geradezu schmerzhaft schön. Sie musizierte mit Künstlerpersönlichkeiten wie Julia Fischer, Nils Mönkemeyer, Mari Włoszczowska und Alexander Lonquich und arbeitete unter anderem mit dem Esbjerg Ensemble in Dänemark oder Camerata Penedès in Spanien zusammen.

Mar Gimferrer spielt derzeit ein Violoncello von Testore aus dem Jahr 1753, das ihr großzügigerweise von der Swiss Instrument Funds Foundation zur Verfügung gestellt wird.

Anna Juniki, Sopran

Anna Juniki ist als Sopran-Solistin im Oratorien- und Konzertfach tätig. Ihr Repertoire reicht von Bachs Kantaten bis hin zu romantischen Oratorien und umfasst darüber hinaus einen ausgeprägten Schwerpunkt im 20. Jahrhundert sowie in der zeitgenössischen Musik.

Mehrere Uraufführungen sind mit ihrem Namen verbunden. Zu ihren Projekten zählt unter anderem die Schweizer Erstaufführung von Kaija Saariahos „Leinolaulut“ im Stadtcasino Basel mit dem Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Roland Kluttig. Im Jahr 2026 trat sie erneut mit dem Sinfonieorchester Basel auf und interpretierte György Kurtágs Werk „Botschaften des verstorbenen Fräuleins R. V. Trussowa“ unter der Leitung von Domenico Melchiorre. Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist Anna Juniki regelmäßig in verschiedenen Ensembles für Neue Musik aktiv. Sie ist Mitglied des Saxophon-Sopran-Ensembles Onyx Duo gemeinsam mit Maria Chamizo. Mit dem Onyx Duo erhielt sie 2025 den zweiten Preis beim Nicati-Wettbewerb für zeitgenössische Musik.

Als Solistin war sie in renommierten Konzertsälen wie dem KKL Luzern, dem Stadtcasino Basel, der Liszt-Akademie Budapest, dem MüPa Budapest sowie dem Budapest Music Center zu hören. Sie tritt regelmäßig als Solistin in barocken Kantaten auf und hat zudem verschiedene Oratorienwerke wie zum beispiel von Alexandre Guilmant, Vivaldi, Schubert, Mozart und Beethoven aufgeführt.

Anna Juniki absolvierte 2025 an der Musikakademie Basel ihren Masterabschluss in klassischer Gesangspädagogik bei Isolde Siebert und studierte parallel zeitgenössische Musik bei Sarah Maria Sun. Ihren Bachelorabschluss erwarb sie 2023 an der Hochschule Luzern. Darüber hinaus besitzt sie einen Masterabschluss in Musiktheorie, Schulmusik und Chorleitung von der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest (2019). Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin arbeitet Anna Juniki als Chorleiterin sowie als Lehrerin für Stimmbildung und Musiktheorie.

Jonathan Leibovici - Klarinette

Als Gewinner des Borletti Buitoni Trust Fellowship (2024), des Arthur Waser Preises des Luzer­ner Sinfonieorchesters (2022), der Crusell International Clarinet Competition (2021) ­ sowie als Preisträger des Young Classical Art­ists Trust (YCAT) und der Concert Artists ­ Guild New York (2022) gilt Jonathan als vielversprechender Klarinettist seiner Generation. Mit der Aufführung von Mozarts Klarinettenkonzert mit dem Israelischen Philharmonischen Orchester startete er 2015 seine Solistenkarriere. In der Folge trat er mit dem Luzer­ner Sinfonieorchester, dem Israelischen Kammerorchester, dem Kuopio Sinfonieorchester und dem Lappland Kammerorchester auf. Als Kammermusiker spielte Jonathan in Sälen wie der Wigmore Hall in London, der Alten Oper Frankfurt, dem Konzerthaus Berlin, dem Concertgebouw Amsterdam und ande­ren. Jonathan ist ehemaliges Mitglied des Israelischen Philharmonischen Orchesters. Seine musikalische Ausbildung begander Klarinettist bei Eva Wasserman, setzte seine Studien bei Yevgeny Yehudin an der Buchmann Mehta School of Music fort und schloss  2025   seinen Master in Spezialisierter Per­formance Solist bei François Benda und Claudio Martínez Mehner in Basel ab. 2025 und 2026 ist er Gast beim renommierten Marlboro Festival in den USA.

 

Katarina Leskovar, Violoncello

Die in Slowenien geborene Cellistin Katarina Leskovar tritt international als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin auf. Als dynamische Künstlerin wurde ihr Schaffen mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, zuletzt durch den Tunnell Trust Award mit dem Talos String Quartet. Sie sucht ständig nach Parallelen zwischen Alt und Neu, Vergangenheit und Gegenwart und arbeitet daher in den verschiedensten musikalischen Bereichen. 

Katarina ist an verschiedenen renommierten Orten aufgetreten, unter anderem im Beethoven-Haus Bonn, im Musikverein und Konzerthaus Wien, in der Alten Oper Frankfurt, in der Semperoper Dresden, in der Cité Internationale des Arts Paris und im Concertgebouw Amsterdam. Außerdem wurde sie bei Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Davos Festival, Musica Andeer, dem Warschauer Herbst, der Ruhrtriennale, dem Klangspuren Festival, dem Carinthischen Sommer, dem Festival Ljubljana und dem Kammermusikfestival Hohenstaufen eingeladen. 

Sie hat ein großes Interesse an der Entdeckung und Umsetzung von Musik lebender KomponistInnen und hat viele neue Werke von KomponistInnen wie Beat Furrer, Thomas Kessler, Svetlana Maraš, Judit Varga, Uroš Rojko, Jean-Jacques Dünki uraufgeführt. Sie ist Mitglied verschiedener Ensembles für klassische und zeitgenössische Musik, darunter das Talos String Quartet, Trio Aureus, Duo Leskovar-Grm, KlangLab Ensemble und Ensemble Lemniscate. Mit Letzterem wurde sie im April 2026 zu einer Residenz an der Harvard University eingeladen. Katarina arbeitete mit RegisseurInnen wie Christoph Marthaler und Franziska Kronfoth zusammen. Als Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters trat sie mit der Staatskapelle Dresden auf und konzertierte unter der Leitung von Herbert Blomstedt, Jonathan Nott und Christian Thielemann. Als Solistin konzertierte sie mit dem RTV Slovenia Symphony Orchestra und nahm an Meisterkursen von IMS Prussia Cove sowie bei Mitgliedern des Ensemble Modern, Ivry Gitlis, Wolfgang Emanuel Schmidt, Torleif Thedeen, Wen-Sinn Yang, Natalie Clein, Nora Chastain und vielen weiteren teil.

Katarina schloss ihr Solistenstudium an der Universität der Künste in Berlin ab und studierte zuvor Cello an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden, der Hochschule für Musik in Basel und der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz in den Klassen von Danjulo Ishizaka und Julian Arp sowie zeitgenössische Musik mit dem ensemble zone expérimentale. Zudem absolvierte sie ein Praktikum bei der Basel Sinfonietta.

Mit ihrer offenen Herangehensweise bietet sie frische und dynamische Perspektiven, die das musikalische Erlebnis erweitern.

Hana Mizuta-Spencer, Violine

Hana Mizuta-Spencer studierte Geschichte am University College London und anschließend Violine an der Guildhall School of Music & Drama bei David Takeno, wo sie mit dem Concert Recital Diploma ausgezeichnet wurde. 2025 schloss sie ihr Solistendiplom an der Hochschule für Musik Basel  FHNW bei Barbara Doll ab.
Hana ist in Großbritannien, Europa und Japan aufgetreten, unter anderem in der Wigmore Hall und in St Martin-in-the-Fields sowie bei BBC Radio 3. Als Solistin trat sie mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester Basel, der Piccadilly Sinfonietta und dem North London Symphony Orchestra auf und war 2024 und 2026 Co-Konzertmeisterin des Fantasia Orchestra bei den BBC Proms.
Als engagierte Kammermusikerin  und  Interpretin zeitgenössischer Musik  ist sie Mitglied des Talos Quartet, das mit dem Tunnell Trust Award ausgezeichnet wurde, sowie des Ensembles für zeitgenössische Musik Mad Song, dessen Debütalbum 2027 beim Label Métier erscheinen wird. Sie wurde von Ensemble Modern und dem Esbjerg Ensemble als Gast eingeladen und ist regelmäßig bei Festivals wie dem Volta Kammermusikfest, dem Frinton Festival und dem Tenby International Music Festival zu Gast.
 

Aino Yamaguchi, Violine

Aino Yamaguchi (geboren 2003) ist eine finnisch-japanische Geigerin. Sie begann im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel. 2025 schloss sie ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik Basel als Studentin von Barbara Doll ab. Derzeit setzt sie ihr Studium im Masterstudiengang bei Barbara Doll und Rainer Schmidt in Basel sowie bei Réka Szilvay an der Sibelius-Akademie fort. In Meisterkursen erhielt Aino unter anderem Unterricht bei Leonidas Kavakos, Miriam Fried, Mi-kyung Lee, Mihaela Martin und Yura Lee.

Im Januar 2025 erreichte Aino das Finale des Geigenwettbewerbs in Kuopio und gewann einen Solistenvertrag für die Musikfestspiele von Mikkeli, bei denen sie Antonín Dvořáks Geigenkonzert mit dem Vivo-Sinfonieorchester aufführte. Beim Anja-Ignatius-Geigenwettbewerb 2023 erhielt sie den geteilten ersten Preis. 2022 gewann Aino den Juhani-Heinonen-Geigenwettbewerb in Jyväskylä.

Als Solistin trat Aino unter anderem mit dem Sinfonieorchester Basel, Sinfonia Vivo, dem Kuopio Stadtorchester, der Jyväskylä Sinfonia und dem Wegelius-Kammerensemble auf.

Für die Saison 2025–2026 wurde Aino als Akademistin des Kammerorchesters Basel ausgewählt. Im Herbst 2026 beginnt sie ein einjähriges Praktikum beim Tonhalle-Orchester Zürich. Darüber hinaus spielt Aino regelmäßig in finnischen Orchestern und tritt bei Kammermusikfestivals in Finnland und im Ausland auf. Sie ist Gründungsmitglied des 2023 gegründeten Arda String Quartetts.

Aino spielt eine Antonio-Stradivari-Violine aus dem Jahr 1707, die ihr großzügigerweise von der Sibelius-Akademie zur Verfügung gestellt wird.

Gil Sisquella Oncins, Violine

Gil Sisquella Oncins  ist Gründungsmitglied des Atenea Quartet. Er schloss seinen Master in Performance an der Musik Akademie Basel unter der Anleitung von Rainer Schmidt und Barbara Doll ab. Zuvor studierte er an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz bei Meesun Hong Coleman sowie in Barcelona an der Escola Superior de Música de Catalunya (ESMUC) bei Eva Graubin und Vlad Stanculeasa, wo er 2019 das Anna Riera Stipendium erhielt. Außerdem studierte er bei Günter Pichler am Instituto Internacional de Música de Cámara de Madrid im Rahmen der renommierten Escuela Superior Reina Sofía.

Er erhielt künstlerische Impulse von Musikerinnen und Musikern wie dem Cuarteto Casals, Nicolás Chumachenco, Donald Weilerstein, Heime Müller, Veronika Eberle, Heinz Holliger, Claudio Martínez Mehner, Dénes Várjon, Eckart Runge, Miriam Fried, Robert Levin, Tabea Zimmermann und Josep Caballé.

Gil Sisquella widmet sich vor allem der Kammermusik, die ihn zu Auftritten bei Konzertsäle und Festivals wie dem Lucerne Festival, Wigmore Hall, L’Auditori de Barcelona, dem Palau de la Música Catalana, dem Stadtcasino Basel, Musikdorf Ernen und dem Internationales Musikfestival Wissembourg geführt hat.

Als Orchestermusiker arbeitet Gil regelmäßig mit der Camerata Bern und der Haydn Philharmonie in Eisenstadt zusammen und tritt dabei mit Künstlerinnen und Künstlern wie Patricia Kopatchinskaja, Steven Isserlis, Enrico Onofri, Nicolas Altstaedt, Barnabás Kelemen, Fazil Say und Julian Rachlin auf. Zudem war er bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Gstaad Menuhin Festival, IMS Prussia Cove, dem Bremen Musikfest und dem Herbstgold Festival in Eisenstadt zu erleben.

Petru Iuga, Kontrabass

Der 1974 in Săliștea de Sus in der Region Maramureș (Rumänien) geborene Petru Iuga ist einer der erfolgreichsten klassischen Kontrabassisten seiner Generation — ein furchtloser, seelenvoller Interpret und meisterhafter Pädagoge, bekannt für seinen klaren, resonanten Ton und kompromisslos musikalische Interpretationen.

Während seiner musikalischen Ausbildung in seiner Heimat wurde der 20-jährige Student von Yehudi Menuhin und Alberto Lysy entdeckt, die ihn an die Internationale Menuhin Music Academy in Gstaad (Schweiz) holten. Er setzte sein Studium an der Hochschule der Künste in Bern und am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris fort.

Nach seinem Studium wurde er Mitglied des Ensemble Orchestral de Paris (Orchestre de Chambre de Paris) und Erster Kontrabassist beim Münchener Kammerorchester. Er hat zahlreiche Preise bei renommierten Wettbewerben gewonnen, darunter den Ersten Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb 1999 in Markneukirchen und einen weiteren Ersten Preis beim Internationalen Kontrabass-Festival 2001 in Cap Breton (Frankreich).

Seitdem verfolgt er eine weltweite Konzertkarriere und tritt als Solist mit führenden europäischen Orchestern auf, darunter dem London Symphony Orchestra. Er hat mehrere CDs als Kammermusiker eingespielt, darunter eine gefeierte Aufnahme mit dem Grammy-nominierten Carmina Quartett (2009) und ein Album mit Werken von Schubert, Weinberg, Hindemith und Levitin mit dem Pianisten Oliver Triendl beim Label Solo Musica (2021).

Neben seiner Konzerttätigkeit ist Petru Iuga auch Komponist. Seine Originalwerke für Kontrabass, darunter ‚Capriciu Românesc' und ‚Variationen über ein folkloristisches Thema aus der Maramureș', wurzeln in den reichen Traditionen der rumänischen Volksmusik. Er ist zudem der Erfinder des ErgoBass, einer revolutionären ergonomischen Spielhilfe für den Kontrabass.

Noah Lee, Violoncello

Im Jahr 2012 sorgte Noah Lee im Alter von 12 Jahren international für Aufsehen, als er beim 7. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb für junge Musiker in Montreux, Schweiz, den 1. Preis gewann. Er ist bis heute der erste und einzige Cellist aus den Vereinigten Staaten, dem diese Auszeichnung verliehen wurde. 2014 gewann er unter 82 Cellisten aus 22 Ländern den Grand Prix beim 10. Internationalen Cellowettbewerb „Antonio Janigro“ in Poreč, Kroatien. Im November 2019 wurde er eingeladen, als Solist mit dem Seongnam Philharmonic Orchestra im Seongnam Arts Center in Südkorea aufzutreten, wo er unter der Leitung von Maestro Kum Nanse das Cellokonzert von Antonín Dvořák spielte. Zuletzt war Noah Preisträger beim International Classic Cello Competition 2026 in London, Vereinigtes Königreich.

Derzeit absolviert Noah Lee ein Masterstudium in Solist Performance bei Danjulo Ishizaka an der Musik-Akademie Basel. Er erwarb einen A.B. in Volkswirtschaftslehre am Harvard College sowie einen M.M. in Celloperformance am New England Conservatory of Music. Zu seinen prägenden früheren Lehrern zählen Laurence Lesser, Richard Aaron, Soo Youn Lee, Hans Jensen und Jens Peter Maintz.